Kennst du das Problem, wenn du alles machst und doch irgendwie nichts? Wenn es nicht richtig vorangeht. Und dabei bräuchte es nur einen ordentlichen Anlauf und eine gute Portion Schwung, um über den Berg zu laufen. Trotzdem scheint dich irgendetwas an der kurzen Leine zu halten?

Am Ende radierst du nur durch und das, was du dir vorgenommen hast, befindet sich immer noch vor dir. Immer, wenn du an einen solchen Punkt gelangst, solltest du darüber nachdenken, der fesselnden Leine nachzugeben und dir einen Moment Auszeit zu nehmen. Also ohne Druck, ohne Pläne, ohne ToDos einen Moment in dich gehen und alle Fünfe gerade sein lassen.

Als Solounternehmer hast du etliche Aufgaben und Rollen zu erfüllen, das am besten alles parallel. Viele Solounternehmer sind wahre Experten in Sachen Multitasking. Manchmal ist das auch gar nicht anders möglich aber in deiner Rolle als dein eigener Chef, ist es besonders wichtig, dir auch Pausen zuzugestehen. Warum gerade das Nichtstun als Ausgleich zu deinem Unternehmer-Alltag so wichtig für deine Kreativität und Energie ist, erfährst du hier.

 

Die Selbstständigkeit und ihre Tücken

Evtl. kommt jetzt bei dir das schlechte Gewissen zum Vorschein und du fragst dich: Darf ich mir erlauben, eine Pause zu machen?

Sich auch mal Nichtstun zuzugestehen, ist dabei nicht mit Trägheit zu verwechseln. Gerade wir Solounternehmer brauchen geistige Regeneration, da wir nicht mehr arbeiten können, wenn wir nicht gesund sind. Sind wir nicht gesund, haben wir auch keine Einnahmen.

Doch viele Dinge machen es uns schwer uns eine Auszeit zu nehmen. Beispielsweise der Druck die Auftragslage aufrecht zu erhalten oder sich am Markt zu behaupten. Vielleicht meinst du auch ständig erreichbar sein zu müssen, um erfolgreich zu sein. Oder die Grenze zwischen privatem und geschäftlichen ist so fließend, dass du eigentlich nie wirklich abschalten kannst.

Auch ist es in unserer heutigen Gesellschaft „in“ Stress zu haben. Gerade Selbstständigen begegnet immer noch regelmäßig aus dem Volksmund: „Selbstständig sein bedeutet selbst und ständig zu arbeiten“. Aber zu viel auf einmal zu wollen, schadet der Motivation. Darüber hinaus weiß dein Unterbewusstsein nicht bei was es dich wirklich unterstützen soll.

Fürs Nichtstun brauchst du kein Hobby, keine bestimmte Aktivität, sondern es lädt einfach nur zum „nichts tun“ ein.

 

7 Gute Gründe, die für’s Nichtstun sprechen

  • Nichtstun bietet Raum für Inspiration
  • Nichtstun entlastet das Gehirn
  • Nichtstun sorgt für mehr Konzentration
  • Nichtstun lässt deinen Kopf zur Ruhe kommen
  • Nichtstun macht Platz für neue Gedanken und Ideen
  • Nichtstun steigert dein Energielevel und deine Leistungsfähigkeit
  • Nichtstun stärkt das Immunsystem und senkt den Blutdruck

Wenn du also mal wieder über einer schwierigen Aufgabe brütest, lass doch einfach mal den Stift fallen und dir kurz den Wind um die Nase wehen oder einfach deine Gedanken treiben. Danach kannst du erfrischt und mit einem neuen Blick an die Aufgabe gehe und sie besser bewältigen.

Oder, wenn du am Ende des Tages merkst, dass dir einige Aufgaben besonders schwer von der Hand gehen, gönne dir lieber einen ruhigen Abend und eine Mütze voll Schlaf. So kannst du am nächsten Tag mit neuer Kraft durchstarten.

Beginne deinen Arbeitstag mit der Erledigung der Aufgaben vom Vortag. So kannst du den Schwung und Elan des neuen Tages sinnvoll nutzen.

Als Tipp am Rande: Prüfe mal deine ToDo Liste. Steht da nur so viel drauf, dass du es am jeweiligen Tag auch wirklich schaffen kannst? Sollte dies nicht so sein, kann dich das schnell demotivieren.

 

So gehst du die Phasen des Nichtstuns richtig an

Stagnierst du bei einer Aufgabe, lege eine Pause ein. Die positiven Folgen machen dir schnell bewusst, dass dir eine kleine Auszeit hilft schneller ans Ziel zu kommen.

Höre zwischendurch in dich hinein und stelle dir selbst die Frage: Will ich jetzt eigentlich lieber nichts tun? Dadurch machst du dir deine eigenen Bedürfnisse bewusst. Du wirst schneller merken, wann Päuschen angesagt sind und sie werden zur Gewohnheit.

Begrenze das Nichtstun zeitlich. Beginne bewusst damit und beende es auch ganz bewusst wieder. Falls du während der Pause unruhig wirst, lass dich davon nicht beirren. Halte durch – du schaffst das ;O)

Verlasse fürs Nichtstun deinen üblichen Arbeitsplatz (zum Beispiel den Schreibtisch) und suche dir ein gemütliches Plätzen an dem du Anspannung abfallen lassen und entspannen kannst.

 

Sollte es dir weiterhin schwer fallen dir Auszeiten zu gönnen, lies noch einmal die 7 Gründe fürs Nichtstun. Mache dir bewusst, dass du durch die Pause ausgeruht bist und im Anschluss mehr schaffst.

Wusstest du eigentlich, dass das Nichtstun im Mittelalter sogar als Tugend galt? Wir haben es inzwischen einfach verlernt.